Corona-Krise: Was jetzt auf Bauherren zukommt

Trotz der derzeitigen Corona-Krise wird an vielen Baustellen noch weitergearbeitet. Private Bauherren sollten sich aber dennoch in den kommenden Wochen auf Verzögerungen einstellen. Was Sie erwarten könnte, finden Sie hier:

Der Bauherr muss über Verzögerung informiert werden

Derzeit ist es auch noch nicht absehbar, inwieweit die Krise die Baubranche treffen wird. Aber Bauverzögerungen werden in den kommenden Wochen immer weiter zu einem Problem werden. Die Gründe dafür sind relativ einfach erklärt. Viele Unternehmen beschäftigen Arbeitskräfte aus dem Ausland. Aufgrund der derzeitigen Lage an den Grenzen, können viele von ihnen nicht mehr wie gewohnt zur Arbeit kommen. Ein weiteres Problem besteht im Bereich der Materialversorgung. Vielerorts ist der Baustoffhandel geschlossen. Das führt dann schnell zu Engpässen.

In jedem Fall muss der Bauherr vom Bauunternehmen über die Verzögerung informiert werden. Das geschieht zum Beispiel durch eine sogenannte Behinderungsanzeige. Die wird durch das Unternehmen an den Bauherrn versandt und muss im Detail enthalten, warum sich die Bauzeit verzögert. Ein kleiner Zweizeiler reicht da nicht aus. Im Zweifelsfall sollte man die Behinderungsanzeige von einem Experten prüfen lassen.

Bauverzögerung bringt Fertigstellungstermin in Gefahr

Sollten die Bauverzögerungen den Fertigstellungstermin in Gefahr bringen, so muss der Bauherr auch das erfahren. Da die derzeitige Situation für alle Parteien Unsicherheiten birgt, sollte sich der Bauherr am Besten direkt mit dem Bauunternehmen in Verbindung setzen. In dem Falle ist nämlich der Dialog der beste Weg.

Falls ein Architekt am Bauvorhaben beteiligt sein sollte, muss dieser gegebenenfalls seine Planung den Bauverzögerungen anpassen. Bei einem Bauprojekt greifen die Bauplanung und auch der Bauablauf in einander. So muss, zum Beispiel das Dach zeitnah gedeckt werden, wenn der Dachstuhl fertig ist, da dieser sonst durch die Witterung Schaden nehmen könnte. Um so einen Fall zu vermeiden, muss der Architekt den Bauherrn umfangreich beraten.

Zuletzt sollte der Bauherr jede Rechnung ausreichend prüfen. Bezahlt werden sollte nur, was auch vertraglich geregelt wurde. Wer also derzeit eine Rechnung bekommt, sollte genau prüfen welche Leistungen darin abgerechnet werden. Gezahlt werden sollten nur die Leistungen, die auch tatsächlich erbracht wurden.

Sie suchen nach einer passenden Immobilie? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern! 

 

Nicht fündig geworden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bauherr

https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Bauen/_inhalt.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/266329/umfrage/finanzanlagen-geplanter-hausbau-in-deutschland/

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © Sutichak/Depositphotos.com

Weitere Beiträge

Immobilienverkauf aus der Ferne

Sie leben in Hamburg und haben eine Immobilie in München geerbt, die Sie verkaufen möchten? Nun stellt s [...]

Corona-Lockdown in Dauerschleife – wie der Umzug trotzdem gelingt

[caption id="attachment_1164" align="alignnone" width="1000"] Umzug Corona[/caption] Vielleicht haben Sie g [...]

Ein neues Haus für den Osterhasen? Nicht ohne Makler!

  Es geht auf die Osterzeit zu. Zeit einmal einen Blick auf das Leben des Osterhasen zu werfen. Au [...]

Dürfen meine Nachbarn entscheiden, an wen ich meine Wohnung verkaufe?

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass sie das Recht haben, über ihre Eigentumswohnung frei zu verfüg [...]

Eigentümer auf Zeit: Das Nießbrauchrecht

  Das Nießbrauchrecht ist eine Sonderform der Eigentumsregelung. Wer ein Nießbrauchrecht besitzt [...]